Quer durch Kanada/USA (der Start)

Created: March 25, 2020

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Mein Traum während meines Work and Travel Aufenthaltes in Kanada war, soviel wie möglich von dem Land zu sehen zu bekommen. Damit meine ich nicht, von Stadt zu Stadt zu fliegen und sagen zu können "gut, ich war dort". Ich wollte das Land erkunden. Dinge sehen, die wenige Menschen bisher gesehen hatten und eine einzigartige Geschichte haben, die ich mein Leben lang erzählen kann. Für mich war Nordamerika schon immer faszinierend und mit diesem Trip konnte ich mir endlich einen Traum erfüllen und einen Teil des Kontinents ausgiebig erkunden.


North Saskatchewan River


 

Die größte Ost-West Ausdehnung umfasst in Kanada 5.500 Kilometer. Keine Entfernung, die man mal eben über Nacht zurücklegt. Dazu kam, dass ich mit Edmonton einen Ausgangspunkt hatte, der recht westlich lag. Ehrlich gesagt der westlichste Punkt vor den Rocky Mountains. Alles andere sind kleine Dörfer inmitten der Gebirgsketten. Also der perfekte Start, um mit dem Auto quer durchs Land zu fahren und nahezu die kompletten 5.500 Kilometer auszunutzen. Start war also Edmonton, Ziel sollte irgendwann New Brunswick sein. Besser gesagt Neufundland, doch dahin schafft man es nur mit einer Fähre. Für die Strecke Edmonton nach New Brunswick zeigt Google Maps eine Entfernung von 4.309 Kilometern an und eine Fahrtzeit von 46 Stunden. Wenn das nicht nach den Angaben für einen unvergesslichen Road Trip klingt.

 

Mein fahrbarer Untersatz? Ein 2004rer Pontiac Grand AM. V6 Motor, 170 PS und einen Sprit Verbrauch, der alles andere als kostengünstig war. Nichtsdestotrotz ein Auto, dass mich während der Zeit in Kanada treu begleitet hat. Die Frage bei so einem Unterfangen ist zu Beginn meist, was nimmt man eigentlich mit auf solch eine Reise? Für mich stand fest, um vor allem die Kosten etwas überschaubar zu halten, ab und an würden wir im guten alten Zelt schlafen. Das hatte insofern den Grund, da wir auch einige Nationalparks auf dem Schirm hatten und dort Zelten die billigste Variante war. Also Camping Ausrüstung musste schon einmal mit. Dann natürlich eine Kühlbox für das Essen was man mit sich rumschleppt. Kleidung musste für eine gewisse Zeit mitgenommen werden, obwohl wir natürlich auch diese immer mal wieder gewaschen haben. Im Endeffekt war das Auto rundum gefüllt. Kofferraum, Rückbank, es gab eigentlich nur noch auf dem Fahrer- und Beifahrersitz platz.

 

DSC_1990



Für einen Road Trip brauch man ansonsten nicht viel. Wir hatten das Auto, wir hatten alle Sachen beisammen und wir hatten unseren ersten Haltepunkt. Generell war der Trip eher nach dem Motto wir halten an, wo immer wir wollen, wann immer wir wollen. Das macht für mich das Ganze erst so aufregend. Eine ordentliche Planung ist schön und gut, doch ich kannte das Land und die Strecke nicht. Ich wusste nicht, was uns erwarten würde. Vielleicht entdeckt man auf dem Weg zu einem Ort etwas total aufregendes und möchte dort etwas Zeit verbringen. Unabhängig zu sein war für mich das A und O auf dem Trip. Für den Anfang ist es aber gut sich den ersten Stopp zurecht zulegen. Das hat den Grund, dass man so die erste Nacht vorab planen kann. Unserer Wahl fiel daher auf den Nationalpark Prince Albert in Saskatchewan.